Winter in Brisbane

Juni 27th, 2010

Es ist Winter. Tagsüber ist es oft sonnig bei 20°C, der “gemeine” Australier (bzw. die “gemeine” Australierin) zieht bei diesen kühlen Temperaturen gerne mal einen dünnen Pullover oder eine leichte Jacke an. Als Mittel- oder Nordeuropäer läuft man einfach weiterhin in T-Shirt und Shorts durch die Stadt.

Ein Denkmal im Winter

Ein Denkmal im Winter

The Australian soccer world-cup experience was short, sorry mates!

The Australian soccer world-cup experience was short - sorry mates!

Abends und nachts wird es allerdings richtig kühl bei 5-10°C, was jetzt kein großes Problem darstellt, aber die Häuser hier haben keine Heizungen. Es gibt natürlich Klimaanlagen, die auch als elektrische Heizung fungieren können, wenn man die Klimaanlage allerdings nicht anstellt, ist das Haus oder die Wohnung am nächsten Morgen ausgekühlt (weshalb man eigentlich gerne im warmen Bett bleibt…).

Brisbane River
Brisbane River
CityCat approaching New Farm jettyCityCat approaching New Farm jetty

Mit Herbst und Winter sind auch die kurzen Tage gekommen, um 18 Uhr ist es stockdunkel; in der Woche ist das Nachtleben spätestens um 21:30 Uhr beendet, dann geht der Australier nach Hause, die Restaurants sind leer (und die Cafés sind ohnehin seit 16 Uhr geschlossen). Trotz allem ist aber Brisbane mehr als nur “a city on the river”. Das kulturelle Angebot ist groß – man muss es nur finden! Wer Interesse daran hat, was hier in der Stadt alles geboten wird, ist herzlich eingeladen, die neue Web Page zu besuchen, die ich zusammen mit Greg und Lea für ihre Social Group gestaltet habe:

http://outingsinc.wordpress.com/

Coffs Harbour

Juni 27th, 2010

Coffs Harbour liegt an der Küste von New South Wales, ungefähr halbe Strecke zwischen Brisbane und Sydney. Meine Fahrt nach Coffs Harbour war nicht ganz einfach, aber wie ich bereits bei einer anderen Gelegenheit schrieb, ich komme mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin.

Die Anreise:

Coach Bus vom Brisbane Transit Centre nach Casino, einem Nest in the middle of nowhere. Die Fahrt ging über den Highway, aber wir sprechen hier nicht über einen Highway entsprechend einer Autobahn. Der Highway geht durch Ortschaften, es gibt Ampeln, Kreuzungen, es ist eigentlich eher eine Landstraße. Fahrtzeit ca. 3 Stunden.

In Casino angekommen (es war inzwischen halb sieben abends und stockdunkel), eine Stunde Aufenthalt, danach weiterfahrt mit dem Regionalzug. Ich habe in Casino in einem richtigen “Tante-Emma-Laden” (es gab alles von Waschpulver über Lebensmittel bis hin zu kleinen Gerätschaften) Tee und getoastetes Sandwich zu mir genommen und mir so ein bisschen die Zeit vertrieben.

Die Zugfahrt dauerte noch einmal zweieinhalb Stunden; es gab nur reservierte Plätze, jeder Fahrgast wurde quasi namentlich vom Personal begrüßt. An einer Station hielt der Zug etwas länger, ein paar alkoholisierte Fahrgäste wurden aus dem Zug entfernt und von der Polizei in Empfang genommen. Vorher gab es bzgl. ihres Verhaltens eine Warnung, danach wurde die Drohung konsequent umgesetzt, es gab keine weiteren Diskussionen. Ich hatte sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite fand ich das Verhalten des Personals konsequent, auf der anderen Seite taten mir die betroffenen Fahrgäste leid. Sie waren alkoholisiert aber nicht handgreiflich oder in irgendeiner Form agressiv, sie wurden quasi an einer Station ausgesetzt, in einem Ort, den sie überhaupt nicht kannten, sie wussten nicht, wo sie sich befanden. Sie taten mir leid.

Der Zug hielt in Coffs Harbour an dem einzigen Bahnsteig, es gab auch nur ein einziges Gleis. Der Wagenstandsanzeiger war praktischerweise auf dem Bahnsteig aufgemalt, es gibt nur diesen einzigen Zug, der in Coffs Harbour hält. Nur, um sich ein Bild von dieser Zugverbindung zu machen: dieses ist der Zug, der die Landeshauptstädte Brisbane und Sydney miteinander verbindet – einmal am Tag in einer direkten Verbindung (ansonsten Umsteigen in Casino, Tee und Sandwich, Warten auf dem Bahnsteig etc. etc.). Man kann den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Deutschland nicht genug loben. Man stelle sich jetzt vergleichsweise vor, dass es an einem Tag eine direkte Zugverbindung zwischen München und Stuttgart gäbe, eine zweite Verbindung bestünde aus einer Busfahrt von München nach Dillingen an der Donau, verbunden mit einem einstündigen Aufenthalt, und Weiterfahrt mit dem Regionalzug nach Stuttgart.

Soweit zur Anreise. Coffs Harbour selbst ist nett, ein touristischer Ort, relativ überschaubar, ein früheres Zentrum des Bananenanbaus (und daher Heimat der “Great Banana”). Es liegt zwischen Küste und Great Dividing Range, die Berge beginnen unmittelbar westlich der Ortsgrenze.

Coast-Line at Coffs Harbour

Coast-Line at Coffs Harbour

Es gibt nicht viel zu unternehmen in Coffs Harbour, ich bin mit dem Mountain-Bike durch den Ort und die Küste entlang geradelt. Die Menschen sind nett und freundlich, überall wird man mit “How’s it going mate?” begrüßt, ich war mit Dave und ein paar Freunden in einem Thai-Restaurant und am nächsten Abend zu einem Stammtisch mit Freunden in einer typischen australischen Kneipe. Am folgenden Tag ging um halb neun vormittags die Whale Watching Tour los, die Buckelwale sind auf ihrer Wanderung von der Antarktis in die wärmeren Gewässser näher am Äquator.

Buckelwal beim Auftauchen

Buckelwal beim Auftauchen

Viel von den Walen haben wir nicht gesehen, die paar Tiere, die wir erblicken konnten, waren eher klein, und man sah nur ihren Rücken, wenn sie zum Atmen an die Wasseroberfläche kamen. Sie sprangen für uns nicht aus dem Wasser oder machten sonstige zirkusähnliche Kunststücke, sie glitten eher gemächlich neben unserem Boot und tauchten ab und zu auf. Trotz der wenigen “Action” habe ich die Tour genossen und konnte eine Ahnung von der Schönheit dieser prächtigen Tiere erhalten. Die Natur bietet immer wieder großartiges, vor allem auch hier in Australien.

Seafood ohne Seafood

Seafood ohne Seafood

Coffs Harbour's Harbour

Coffs Harbour's Harbour

Ein Wochenende in Prag

Juni 26th, 2010

Freitag 25.6.2010

Wir fahren über’s Wochenende nach Prag – Kommst Du mit? Das ist der Beginn dieses Eintrags. Grund ist ein Konzert von ‘Gossip’, das wir gerne sehen wollen.

Die Fahrt führt über die Autobahn nach Deggendorf, Landstrasse über Bayrisch-Eisenstein nach Pilsen und dann den Rest nach Prag wieder über die Autobahn (hier Vignettenzwang, 250 Kč für 10 Tage). Die Anfahrt zum Hotel gestaltet sich zuerst etwas nervig, da mein Navi spinnt und uns Haken schlagen lässt, Offensichtlich hilft es, das Navi zuerst mal zu ignorieren und nach Karte (freytag und bernd 1:20000, erstanden in meinem Lieblingsladen für Landkartenfetischistinnen, der Geobuchhandlung in München) zu fahren. Irgendwann kriegt sich das Navi wieder ein und zeigt die richtige Strecke.  Diesen Beitrag weiterlesen… »

Bei unserer letzten Motorradtour hatten wir Quartier in eben diesem Gasthof auf über 2000 m Seehöhe auf der Plose in Brixen.

Die Pension wurde uns von vielen Seiten empfohlen und wir waren letztes Jahr im September schon mal mit einer größeren Gruppe von Motorradfahrerinnen hier.

Die Anfahrt von Brixen ist etwas beschwerlich, da es erst mal eine ganze Weile Richtung Würzjoch geht und dann in der Ortschaft Palmschloss noch mal den Berg hoch auf die Plose. Die Straße nach Palmschloss ist etwas ruppig mit vielen Bitumenstreifen! Die Straße zum Gasthof scheint kein Ende zu nehmen, aber endlich hört die Fahrt durch den Wald und die vielen Kurven auf und zum Schluss geht es nochmal rechts hoch zum Gasthof.

KICX4140

Das Essen (wir hatten Halbpension) ist sehr gut; von der Karte gibt es noch allerlei Südtiroler Spezialitäten. Im Winter ist der Pizzaofen an und man sagt, es gäbe fantastische Pizza. Die Zimmer sind einfach, aber sauber. Unser Zimmer hatte ein Minibad mit Dusche, das aber für zwei Nächte völlig ok war.

Das beste aber ist der überragende Ausblick auf die Berggruppen im Süden. Wir nutzten die Unterkunft für eine Tour in die Dolomiten, für die die Location bestens gelegen ist. Eine Fahrt von gut 30 Minuten in Richtung Osten und dann ist man schon an der 244, die von Bruneck nach Stern (La Villa) führt, wo der Einstieg in die Dolomitenrunde mit Grödner Joch, Sella, Pordoi, Passo Giau und den Passo Falzarego ist.

KICX4099
Pension Geisler & Restaurant / Pizzeria (Pension, Gasthof)
Kreuztal bei Brixen (Val Croce, Bressanone)
I-39042 Afers / Plose
Tel.: +39-0472-521-319 (aus Deutschland die ‘0′ mit vorwählen)
Fax: +39-0472-521-319
e-mail: pension-geisler {ÄT} libero.it
http://www.pension-geisler.com